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Die Trockenheit hat uns im Griff

Unsere Weide- und Kleegrasflächen in Freschenhausen bereiten uns aktuell Sorgen. Durch die anhaltende Trockenheit sind sie inzwischen komplett gelb und vertrockenet. Uli sagt, dort sieht’s aus wie in Spanien.

Auf einigen Flächen hatten wir Hafer mit einer Untersaat aus Klee stehen. In Ulis Video vom Mai sieht man noch, wie schön der Klee unter dem Hafer stand. Der Plan war, dass er nach der Mahd des Hafers viel Licht und Raum bekommt und sich dann richtig etablieren und mit ordentlich Power weiterwachsen kann. Doch leider Pustekuchen.

An einen zweiten Schnitt ist aktuell überhaupt nicht zu denken. Was den Klee noch am Leben hält, sind die paar Tropfen, die alle paar Tage vom Himmel fallen. Solange er nicht komplett abstirbt, bleibt aber ein kleines bisschen Hoffnung, dass er bis September noch einmal durchstarten kann, vorausgesetzt, es kommt etwas Wasser vom Himmel.

Das Dilemma um die Kleeflächen und die vertrockneten Weiden bedeutet leider auch, dass unsere Rinder dort nichts mehr zu fressen finden. Wir müssen deshalb bereits komplett zufüttern - mit dem Futter, das eigentlich für den Winter gedacht war. Das wird uns dann im Winter an allen Ecken und Enden fehlen. Und natürlich geht es aktuell nicht nur uns so, sondern auch vielen anderen Betrieben.

Auch dem Körnermais geht es gar nicht gut. Die logische Konsequenz ist deshalb inzwischen, ihn zu häckseln und zu silieren, damit er im Winter als Futtermittel genutzt werden kann, statt ihn als Körnermais zu dreschen und zu verkaufen.

Es gibt auch schönes zu berichten:

Neben all den Sorgen gibt es bei unseren Rindern aber auch Grund zur Freude. 24 Kälbern geht es prächtig. Und die haben unsere Landwirte in den vergangenen Wochen mit ihren ständigen, völlig unabgesprochenen Ausflügen jenseits des Elektrozauns ordentlich auf Trab gehalten.

Das älteste Kalb ist inzwischen vier Monate alt, das jüngste knapp eine Woche. Und so begrüßen wir unsere zuletzt auf die Welt geplumpsten Herdenmitglieder: Bullenkalb Circus von Emira, Bullenkalb Chaot von Matje und Kuhkalb Merina von Metje.
Aktuell zählen wir 107 Rinder auf unseren Weiden. Und Nr. 108 klopft laut Uli schon an die Tür.

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