Hofeigenes Sauerkraut: Es wird gehobelt und gestampft!
Unsere Landwirte haben sich in den vergangenen zwei Tagen im Gemüsewaschraum getummelt, um unser hofeigenes Sauerkraut anzusetzen.
Extra fürs Sauerkraut haben wir auf dem Acker die Sorte Megaton angebaut, die sich mit ihren dicken Bollerköppen und einer besonders zarten, butterweichen Blattstruktur ganz hervorragend für Sauerkraut eignet. Die größten Köpfe bringen aktuell schon rund 5 Kilo auf die Waage.
Nach der Ernte wird zunächst geputzt. Die äußeren Blätter werden entfernt, bis nur noch der weiße Kohlkopf übrig bleibt. Anschließend wird der Kopf geviertelt und der Strunk herausgeschnitten.
Jetzt gehts zum Hobel! Der schneidet die Kohlviertel in feine Streifen, die anschließend in der Wanne landen. Und sobald die voll ist, kommt der wohl schönste Teil, das Stampfen! Dafür haben wir natürlich extra unsere blitzeblanken und lebensmittelechten Sauerkraut-Treter – unsere Hühner-Stiefel haben wir diesmal stehen gelassen 😉
Beim Stampfen werden die Zellwände des Kohls aufgebrochen und der natürliche Zellsaft tritt aus. Wenn das Kraut in der Wanne ordentlich zu schäumen beginnt, wissen wir, dass wir gut gestampft haben.
Anschließend kommt der Kohl mitsamt seinem Saft in unsere Gärtöpfe. Mit 1,8 % Salz darf er es sich dort für etwa fünf Wochen gemütlich machen und vor sich hin blubbern. In dieser Zeit übernimmt die Milchsäuregärung und macht aus unserem frischen Weißkohl nach und nach herrliches, hofeigenes Sauerkraut.
Vier Fässer mit jeweils 200 kg Kohl haben wir inzwischen angesetzt. Rund 600 kg Megaton warten aber noch in unseren Lagerkisten darauf, ebenfalls zu Sauerkraut zu werden.
Auch im Hofladen liegen ab heute einige Megaton-Exemplare!
Kommentare
Einen Kommentar schreiben