Station 10
Emmelndorf - Am Golfplatz
Update vom 11. Dezember 2025:
Auf dieser Fläche stand in diesem Jahr der Meisterversuch unseres ehemaligen Gesellen Anton Maaß. Anton konnte hier ein sehr gutes Ergebnis von 4,1 Tonnen Ackerbohnen pro Hektar einfahren und wir sind stolz wie Bolle, dass er im Sommer seinen Meistertitel erlangt hat und nun als selbstständiger Landwirt und Lohnunternehmer in Dierkshausen und Marxen schuftet.
Infos zur Ackerbohne
Die Ackerbohne ist in unserer Fruchtfolge eine gute Alternative zum Kleegras. Sie zeichnet sich ebenfalls durch die Fähigkeit aus, mit Hilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft zu binden. Durch ihre tief reichenden Pfahlwurzeln lockern Ackerbohnen den Boden auf und verbessern seine Struktur. Dadurch wird die Wasserdurchlässigkeit und die Belüftung des Bodens gefördert - zusätzlich wird das Risiko von Bodenerosion reduziert.
Kleemüdigkeit vorbeugen
Die Ackerbohne kommt bei uns zum Einsatz, um der Kleemüdigkeit bzw. dem Kleekrebs vorzubeugen. Die Kleemüdigkeit ist ein Phänomen, bei dem wiederholter Anbau von Klee auf derselben Fläche zu sinkenden Erträgen und geringerer Pflanzengesundheit führt. Die Ursachen dafür sind Nährstoffmangel, Bodenerschöpfung sowie die Ansammlung von schädlichen Organismen. Ein Fruchtwechsel hilft uns, der Kleemüdigkeit vorzubeugen.
Die Ackerbohne als Futtermittel
Die Ackerbohne ist im August erntereif und geht nach dem Dreschen als Eiweißfuttermittel zum Biohof Kröger nach Thelstorf oder zum Naturland Milchviehbetrieb von Lars Flügge.
Nach der Ernte säen wir Landsberger Gemenge auf die Flächen. Das Landsberger Gemenge bündelt über Herbst und Winter Nährstoffe, verhindert ihre Auswaschung und bereitet den Boden optimal für stark zehrende Folgekulturen vor, wie z.B. Weizen oder Gemüse.