Sqare

Station 14

Metzendorf

Frühkartoffeln und Klee

Anfang April kamen auf einem Teil dieser Fläche die ersten Pflanzkartoffeln in die Erde.

Nicht einmal zwei Wochen später haben sich schon die ersten Pflänzchen an der Oberfläche gezeigt und noch einmal eine Woche später durften sich die Landwirte über eine große Überraschung freuen. Unter dem Vlies haben sich die Kartoffelpflanzen schon prächtig entwickelt. Hier könnt ihr in unserer Rubrik "Aktuelles" ein Filmchen darüber schauen.

Trotz der kalten Maitage dürfen wir uns ab Juni hoffentlich wieder auf die ersten Frühkartoffeln der Sorte Annabelle freuen.

Auf dem anderen Teil der Fläche wächst in diesem Jahr Kleegras.


Kleegras / Ackergras - unser heimlicher Superstar!

Kleegras ist die Basis der Fruchtfolge im ökologischen Landbau.

Doch was bedeutet das genau? Klee lebt in Symbiose mit den sogenannten Knöllchenbakterien, die sich an den Wurzeln von Leguminosen, wie z.B. Klee, Lupine und Co. anheften, in die Wurzel eidringen und dort Wucherungen bilden - die Knöllchen.

Die Knöllchenbakterien binden Stickstoff aus der Luft und machen ihn für die Pflanzen verfügbar. Der Klee reichert unsere Böden also mit Stickstoff an und macht sie fruchtbar.

Mindestens jedes 3. Jahr bringen wir Kleemischungen auf unseren Gemüse- und Ackerbauflächen aus, um die Bodenfruchtbarkeit wieder herzustellen. Im Kleejahr bringen uns diese Flächen somit keine Erträge vom Gemüse oder Getreide.

Die Mischung macht's

Die Kleemischung, die wir auf unseren Flächen aussäen, besteht aus den Weißkleesorten Alexandriner Klee und Perserklee sowie Weidelgas. Das Weidelgras sorgt dafür, dass das Grünfutter und die Kleegrassilage für unsere Tiere nicht zu "fett" sind. Zudem bildet Weißklee schöne Ausläufer und bedeckt den Boden optimal. Rotklee wird auf unseren Flächen nicht ausgebracht, da er für Pilzkrankheiten (wie z.B. Kleekrebs) deutlich anfälliger ist.

Futter für unsere Tiere

Unser Kleegras sorgt nicht nur für einen lebendigen Boden, sondern dient uns auch als Futtermittel in Form von Grünfutter und Kleegrassilage.

Die Aussaat des Kleegrases findet in der Regel im Frühjahr statt. Nach dem ersten Auflaufen der Kleegrassaaten wird der Schröpfschnitt durchgeführt, um unerwünschte Beikräuter zu stören.

Der zweite Kleeschnitt bringt uns den ersten Ertrag. Nach dem Schnitt wird das Kleegras verdichtet und luftdicht im Ballen verpackt. Milchsäurebakterien im Schnittgut kurbeln die Gärung im Ballen an, so dass hochwertiges, konserviertes Grunfütter in Form von Kleegrassilage entsteht.

Beim dritten Schnitt steht das Kleegras nun in voller Pracht, der Ertrag wird noch einmal gesteigert. Der vierte Schnitt ist nicht mehr so ertragreich und wird schließlich als Mulchmasse verwendet.

 

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