Sqare

Landwirtschaft

Das Fundament unseres Hofes

Seit 1995 bauen wir aus tiefster Überzeugung und unserem Qualitätsverständnis heraus unser Gemüse nach Biorichtlinien an. Das Kleegras hat in unserer Fruchtfolge einen wichtigen Stellenwert. Neben dieser organischen Düngung trägt auch der Mist von den Mutterkühen und den Hühnern zur Versorgung unsere Felder mit Nährstoffen bei. Gespritzt werden bei uns lediglich biologisch-dynamische Präparate zur Unterstützung der Mikroorganismen und Bodenlebewesen und zur Stärkung der Abwehrkräfte der Pflanzen. Die Beikräuter werden mechanisch zumeist mit den Händen oder Handhacken in Schach gehalten.

Neben dem Gemüseanbau gehören zur Landwirtschaft auch unsere Galloway-Herde mit Mutterkühen und ihrer Nachzucht, der Futterbau und die Legehennen in den zwei mobilen Hühnerställen.

Gemüsebau im Freiland

Galloway Mutterkuhherde

Gewächshäuser

Legehennen im Mobilstall

Ackerbau

Gemüsebau

Wir sind Bio-Gemüsebauern!

Auf 8 ha Freiland bauen wir in Seevetal eine große Bandbreite an Feldgemüsen und Kräutern an.

Die ausgezeichneten, lehmhaltigen Sandböden mit 35-60 Bodenpunkten ermöglichen uns den Anbau einer großen Gemüsevielfalt.

Dazu zählen Wurzelgemüse wie Knollensellerie, Pastinaken, Möhren, Rettich, Rote Bete, Steckrüben, Mairübchen, sämtliche Kohlarten wie Blumenkohl, Brokkoli, Rosenkohl, Rotkohl, Weißkohl, Grünkohl sowie Kohlrabi, Salate, Zuckermais, Kürbisse, Zwiebeln und vieles mehr. In der Hochsaison ernten wir täglich über 50 Sorten für unseren Hofladen.

Nachdem die Böden mit Pflug und Egge vorbereitet wurden, beginnt unser Gemüsejahr mit dem Pflanzen der ersten Setzlinge im März. Wir pflanzen im 2-Wochen-Rhythmus, so dass auf den Feldern stets frische Ernteware wächst und wir möglichst wenig Überschüsse produzieren.

Die ersten erntereifen Kulturen, wie Salat und Spinat, können wir Ende April im Hofladen vermarkten.

Während der Sommermonate pflanzen wir im Schnitt 10.000 Setzlinge pro Pflanztermin. Viele der Kulturen können wir bis Oktober ernten. Ende Oktober bis Mitte November wird das Lagergemüse geerntet.

Sellerie, Steckrüben, Möhren, Winterkohlrabi, sowie Rot- und Weißkohl wandern in die hofeigenen Kühlhäuser, in denen sie dann bis zum Frühjahr frisch bleiben. Auf dem Feld bleibt dann nur noch Porree, Rosenkohl und Grünkohl.

Unsere Galloway-Mutterkuhherde

Uns war es schon immer ein großes Anliegen, unseren Betrieb auf mehrere Standbeine zu stellen und in der Landwirtschaft einen möglichst geschlossenen Betriebskreislauf zu erreichen. Nach 20-jähriger viehloser Bewirtschaftung unserer Flächen sind wir 2015 in die Rinderhaltung eingestiegen.

Mittlerweile grast auf unseren Grünflächen in und um Seevetal eine 70-köpfige Mutterkuhherde mit Mutterkühen und ihren Kälbern, ein- bis zweijährigen Jungtieren und zwei Zuchtbullen.

Die Galloways, eine sehr genügsame und robuste Rasse, werden ganzjährig im Freien gehalten. Die Kälber bleiben 7 bis 8 Monate bei den Muttertieren im Herdenverband, bevor sie dann abgesetzt und in kleinen Färsen- und Jungbullen-Gruppen auf unterschiedlichen Flächen gehalten werden.

Die Tiere dürfen langsam wachsen, bis einige von ihnen schließlich im Alter von etwa zweieinhalb Jahren geschlachtet werden. Das Fleisch unserer Tiere vermarkten wir ausschließlich bei uns im Hofladen.

 

 

Gewächshäuser: Hier wächst Emmelndorfer Fruchtgemüse

Im Frühjahr 2021 haben wir mit dem Bau eines Kaltgewächshauses eine neue Ära auf dem Overmeyer Hof eingeläutet. Nach mehr als 20 Jahren sind wir nun nicht mehr nur Freiland-Gemüsebauern, sondern auch Gewächshaus-Gärtner.

Kurze Wege: Zwischen Ortseingang Emmelndorf und Hofladen gelegen

Anfang Mai 2021 sind schließlich 700 Tomatenpflanzen in das Gewächshaus eingezogen und haben uns ein ereignisreiches erstes Tomatenjahr beschert.

Das zweite Gewächshaus ließ nicht lange auf sich warten! Im Herbst 2022 wurde die Fläche für ein baugleiches Gewächshaus erschlossen und im Anschluss, etwas versetzt, direkt neben dem ersten Gewächshaus errichtet.

Tomaten und Gurken im Sommer

In den warmen Monaten bieten die Gewächshäuser auf je 10 Metern Breite und 50 Metern Länge Platz für Tomaten, Gurken, Piementos, Paprikas und allerlei weiteres Fruchtgemüse.

Damit es an heißen Sommertagen nicht zu warm wird, steuern die Gewächshäuser die Öffnung der Seitenwände automatisch. Die Längsseiten der Gewächshäuser lassen sich komplett hoch und runter fahren, so dass wir die herrlich roten Tomaten an Sommertagen schon von Weitem leuchten sehen.

Salate und schnell wachsende Kulturen im Winter

In den kalten Monaten, von Oktober bis Ende April, wachsen Kopfsalate, Babyleaf, Asiasalat, Feldsalat, Rauke, Kräuter, Mangold und Kohlrabi in der geschützten Atmosphäre der Gewächshäuser.

Unsere Legehennen

Neben den Rindern bereichern fast 600 Hühner in zwei Mobilställen das Hofbild

Seit 2017 versorgen uns Legehennen mit köstlichen Eiern, die in unserem Hofladen meist schnell vergriffen sind. Beide Mobilställe stehen in der Regel dicht am Hof, so dass es für große und kleine Gäste stets viel zu sehen gibt.

Alle 10 bis 12 Tage werden die Ställe auf frisches Grün weitergezogen, so dass unsere Tiere jederzeit mit kräftigem Grünfutter versorgt sind.

Die Tiere danken dies mit bester Gesundheit, einer hohen Legeleistung und nicht zuletzt mit sehr leckeren Eiern. Der Dung der Tiere ist zudem wertvoller Nährstofflieferant für unsere Ackerflächen auf denen wir Getreide und Gemüse anbauen.

Seit Oktober 2024 haben wir neben unseren braunen Legehennen auch Weißleger am Hof.

Die Rasse Lohmann Sandy besticht vor allem durch ihre exzellente Futterverwertung. Das bedeutet, dass die Tiere das verfügbare Futter effizient in Körpermasse und Eier umsetzen.

Für uns als Biobetrieb ist eine gute Futterverwertung besonders wichtig. Ein Huhn mit einer hohen Futterverwertung benötigt weniger Futter, was die Haltungskosten senkt und gleichzeitig unserer Umwelt zugutekommt, da weniger Ressourcen für die Futtermittelproduktion gebraucht werden.

Ob die Rassen Lohmann Brown und Lohmann Sandy unseren Hof weiter langfristig begleiten werden, wissen wir noch nicht. Schon länger ist der Wunsch da, eine Zweinutzungsrasse auf dem Hof zu etablieren.

Ackerbau: Roggen, Weizen, Triticale!

Zur Versorgung unserer Tiere mit hofeigenen Futtermitteln, um die Biodiversität zu fördern und eine sinnvolle Fruchtfolge zu gewährleisten, bauen wir auf einigen unserer Flächen Winterweizen, Sommerroggen und Triticale an.

Triticale ist eine Kreuzung aus Roggen und Weizen, liefert uns sehr gute Erträge, ist zudem stressstabiler als Weizen und ein guter Eiweißlieferant für die Tiere. Unsere Hühner freuen sich über Weizen und Triticale als ganzes Korn, für unsere Ochsen wird das Korn geschrotet verfüttert.

Unser Getreide wird nach der Ernte gewogen und auf dem demeter Hof von Hans-Herman Meyer-Sahling in Emmelndorf für uns eingelagert. Den Roggen und einen Teil des Weizens vermarkten wir im Anschluss über Hans-Hermann an die Vollkornbäckerei Effenberger.

Borduere